Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist nicht bindend. Die hier beschriebenen Phasen sind keine Zusage zu Terminen. Jedes Projekt unterscheidet sich in Größe, Umfang, Grundstücksverhältnissen und behördlichen Abläufen. Für Ihr Projekt gilt: Der verbindliche Terminplan wird schriftlich im Vertrag festgelegt, sobald der Umfang feststeht. Nichts in diesem Beitrag stellt eine Zusage seitens MefSteel dar; Umfang, technische Spezifikation, Dauer und Preis jedes Projekts ergeben sich ausschließlich aus dem unterzeichneten Vertrag und seinen Anlagen.
1. Aus wie vielen Teilen besteht der Ablauf wirklich?
Beim Stichwort "Hausbau" denken die meisten nur an die Montage. Tatsächlich passiert der größte Teil des Terminplans davor und danach. Der gesamte Ablauf besteht aus diesen sechs Punkten:
| # | Phase | Wer bestimmt die Dauer? |
|---|---|---|
| 1 | Gespräch, Bedarfsanalyse, Entwurf | Ihr Entscheidungstempo |
| 2 | Planung und Baugenehmigung | Die zuständige Behörde (Gemeinde / Provinzverwaltung) |
| 3 | Fundament und Erschließung | Bodenverhältnisse, Wetter |
| 4 | Fertigung im Werk | Das Unternehmen (planbar) |
| 5 | Montage auf der Baustelle | Das Unternehmen + Wetter |
| 6 | Ausbau und Übergabe | Ihre Materialauswahl |
Beachten Sie: Nur zwei der sechs Phasen liegen vollständig beim Unternehmen. Das ist keine schlechte Nachricht - es ist der Weg zu richtigen Erwartungen.
2. Der eigentliche Zeitvorteil von Leichtstahl: paralleles Arbeiten
Der größte Terminvorteil von Leichtstahl ist nicht, wie die meisten annehmen, die "schnelle Montage". Der eigentliche Vorteil ist dieser:
Während die tragenden Bauteile im Werk gefertigt werden, können auf der Baustelle die Fundamentarbeiten gleichzeitig laufen. Im Stahlbetonbau sind die Arbeiten weitgehend nacheinander angeordnet: Das Fundament ist fertig, Stützen werden betoniert, das Aushärten wird abgewartet, dann geht es aufwärts. Bei Leichtstahl laufen zwei Stränge zugleich, und auf der Baustelle gibt es keine Wartezeit für das Aushärten von Beton.
Deshalb verkürzt sich die Rohbauphase bei Leichtstahl sichtbar. Die Ausbauarbeiten dagegen - Haustechnik, Bekleidung, Malerarbeiten, Küche, Bad, Türen und Fenster - dauern in jedem System ähnlich lang. Der erwartete Gewinn im Gesamtterminplan entsteht also im Rohbau, nicht im Ausbau.
3. Was passiert in welcher Phase?
Phase 1 - Gespräch und Entwurf
Wir sprechen über Ihren Bedarf, beurteilen Grundstück und Planungsstatus und erarbeiten Grundrissvarianten. Die Länge dieser Phase bestimmt allein das Entscheidungstempo. Einige Revisionsrunden am Grundriss sind normal; "jede Woche eine neue Idee" verlängert den Terminplan jedoch unmittelbar.
Phase 2 - Planung und Genehmigung
Architektur-, Tragwerks- und weitere Planungen werden erstellt, das Baugrundgutachten wird beauftragt, und der Antrag auf Baugenehmigung wird bei der zuständigen Behörde gestellt. Diese Phase ist der am wenigsten planbare Teil des Terminplans, denn die Dauer hängt von der Arbeitslast der Behörde und vom Stand der Unterlagen ab - das Unternehmen kann sie nicht beschleunigen.
Details zum Genehmigungsverfahren: Genehmigungs- und Zulassungsverfahren beim Leichtstahlhaus.
Phase 3 - Fundament
Das Fundament wird nach den Ergebnissen des Baugrundgutachtens geplant und ausgeführt. Da ein Leichtstahlbau weit leichter ist als Stahlbeton, sind die Lasten auf dem Fundament geringer; das heißt jedoch nicht, dass die Fundamentarbeit entfallen kann. Der Beton muss ausreichende Festigkeit erreichen, und diese Wartezeit ist wetterabhängig.
Zum Thema Baugrund: Fundament und Baugrundgutachten beim Leichtstahlhaus.
Phase 4 - Fertigung im Werk
Nach Abschluss der Tragwerksberechnung werden die Profile auf einer computergesteuerten Anlage gefertigt; Schraublöcher und Leitungsdurchführungen entstehen während der Fertigung. Die Paneele werden nummeriert und in Montagereihenfolge verpackt. Diese Phase kann parallel zu den Fundamentarbeiten laufen.
Phase 5 - Montage
Die Paneele werden zur Baustelle geliefert und in ihrer nummerierten Reihenfolge aufgestellt. Das ist sichtbar der schnellste Teil des Ablaufs - die Gestalt des Hauses entsteht in wenigen Tagen. Die Montagegeschwindigkeit beeinflussen vor allem die Zufahrt für Fahrzeug und Kran, die Hangneigung und das Wetter (starker Wind kann einen Montagetag stoppen).
Phase 6 - Ausbau und Übergabe
Haustechnik, Dämmung, Bekleidung, Gipsplatten, Malerarbeiten, Bodenbeläge, Küche, Bad, Türen und Fenster. Das ist der längste und für Überraschungen anfälligste Teil des Terminplans - der Grund ist jedoch nicht technisch, sondern Entscheidung und Beschaffung: Ein gewähltes Material ist nicht lieferbar oder die Auswahl fällt spät - beides verlängert diese Phase unmittelbar.
4. Die fünf häufigsten Gründe für einen längeren Terminplan
| Grund | Warum es verlängert | Was zu tun ist |
|---|---|---|
| Später Start des Genehmigungsverfahrens | Behördliche Abläufe erfordern Wartezeit | So früh wie möglich starten |
| Späte Änderungen am Grundriss | Eine Änderung nach Fertigungsbeginn ist die teuerste und langsamste | Den Grundriss vor der Fertigung festlegen |
| Verzögerte Materialauswahl | Der Ausbau kommt ohne Auswahl nicht voran | Die Auswahl vor der Montage abschließen |
| Zufahrtsprobleme am Grundstück | Kommt kein Lkw oder Kran hinein, ändert sich der Liefer- und Montageplan | Die Zufahrt bei der Besichtigung klären |
| Wetter | Fundamentarbeiten und Montage an sehr windigen Tagen sind betroffen | Den Terminplan je nach Jahreszeit etwas flexibel halten |
5. Wie stellt man einen realistischen Terminplan auf?
Unser ehrlicher Rat: Fixieren Sie sich nicht auf eine einzelne Zahl von Tagen. Verlangen Sie stattdessen, dass Folgendes im Vertrag steht:
- Für jede Phase, wann sie beginnt und wovon sie abhängt
- Welche Arbeiten in der Verantwortung des Unternehmensund welche in Ihrer Verantwortung liegen
- Ob behördliche Abläufe wie die Genehmigung aus dem Terminplan ausgenommen sind oder nicht
- Was im Fall einer Verzögerung geschieht (einschließlich höherer Gewalt)
- Wie sich ein Revisionswunsch auf den Terminplan auswirkt
Seien Sie vorsichtig bei jedem Ansatz, der eine feste Anzahl von Tagen nennt , ohne Ihr Grundstück, Ihren Planungsstatus und Ihren Umfang gesehen zu haben. Weil das Genehmigungsverfahren außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegt, beschreibt eine Formulierung wie "schlüsselfertig in X Tagen" meist nur die Montagezeit und bildet den echten Terminplan nicht ab. Die richtige Frage lautet: "Sind darin die Genehmigung und der Ausbau enthalten?"
Die Vertragsklauseln, auf die zu achten ist, haben wir ausführlich beschrieben: Worauf Sie beim Vertrag für ein Leichtstahlhaus achten sollten Zum technischen Ablauf: Bauprozess eines Leichtstahlhauses.
Häufig gestellte Fragen
Kann die Fertigung vor Erteilung der Genehmigung beginnen?
Der richtige Weg ist, mit der Fertigung erst zu beginnen, wenn das Genehmigungsverfahren geklärt ist. In der Genehmigungsphase können Änderungen an der Planung verlangt werden; hat die Fertigung bereits begonnen, kostet eine solche Änderung Geld und Zeit. Zudem verursacht ein ungenehmigter Bau später erhebliche Probleme bei Abnahme und Finanzierung.
Kann ich einziehen, wenn die Montage fertig ist?
Nein. Die Montage ist die Errichtung des Tragwerks - die Gestalt des Hauses entsteht, aber Haustechnik, Dämmung, Bekleidung, Malerarbeiten sowie Küche und Bad fehlen noch. Dieser Anblick vermittelt vielen Bauherren den Eindruck "das Haus ist fertig", während die Ausbauphase gerade erst begonnen hat.
Zieht es sich bis ins Frühjahr, wenn ich im Winter beginne?
Nicht zwangsläufig. Die Montage des Tragwerks braucht keine temperaturabhängige Wartezeit wie das Aushärten von Beton und kann daher auch in den Wintermonaten vorangehen. Betroffen sind eher die Fundamentarbeiten und einzelne Arbeiten an der Fassade. Bei einer Winterplanung ist es realistisch, etwas Puffer einzuplanen.
Kann ich die Arbeit in Abschnitte teilen?
Ja, das wird häufig so gewählt: Zum Beispiel wird der Rohbau fertiggestellt und der Ausbau je nach Budget später ausgeführt. In diesem Fall müssen der Umfang der Abschnitte und die Zuordnung der Arbeiten eindeutig im Vertrag stehen.